Anlässe

Starttag 21. Januar

 

Mit dem Projekt «Perspektiven 2020» macht sich die Landeskirche für die Zukunft fit. Am Samstag, 21. Januar, war der Starttag.

Das Projekt «Perspektiven 2020» ist erfolgreich gestartet. Am Samstag, 21. Januar, trafen sich gegen 100 Synodale, Kirchgemeinderätinnen und -räte, Synodalrätinnen und -räte, Geistliche, Vertreter der Missionen und weitere Beteiligte zum Starttag in der Berner Pfarrei St. Maria. Der Starttag diente dazu, sich über Erwartungen und Vorstellungen zur Zukunft der Landeskirche auszutauschen. Zugleich wurde darüber diskutiert, wo die Stärken und Schwächen der verschiedenen Arbeitszweige der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Bern liegen und wie sie in Zukunft noch besser werden kann.

«Perspektiven 2020» ist die Antwort der Römisch-katholischen Kirche auf die Herausforderung des neuen Landeskirchengesetzes. Viele der neuen Gesetzesartikel würden sich auf die Reglemente und Strukturen der Landeskirche auswirken, betonte Synodalrat Heinrich Gisler in seinem Einführungsvotum. «Wir wollen uns aber nicht nur mit jenen Punkten auseinandersetzen, die uns das Gesetz vorschreibt, sondern unsere Kirche generell fit machen für die Zukunft.» Dabei sollen die Bedürfnisse der verschiedenen Ebenen zum Zuge kommen.

Balance suchen

Die Mitarbeitenden am Starttag diskutierten angeregt in sieben verschiedenen Workshops. Im Teilprojekt «Grundlagen» waren dies die Workshops «Personalfragen», «Finanzen und Finanzflüsse», «Strukturen/Prozesse/Abläufe». Im Teilprojekt «Inhalte» waren es die Workshops «Diakonische Angebote», «Pastorale Angebote: Fachstellen», «Pastorale Angebote: Missionen» sowie «Kommunikation». Es wurden Ideen entwickelt, Luftschlösser gebaut und generell in neuen Bahnen gedacht. Was davon schliesslich möglich und umsetzbar ist, wird sich im weiteren Verlauf von «Perspektiven 2020» weisen. Es gehe um eine Balance, betonte der Berater in Organisationsentwicklung Albert Schnyder, der den Vormittag moderierte: Eine Balance etwa zwischen dem, was ist, und dem, was sein soll, oder zwischen Kirchgemeinden und Landeskirche. Es ging um Abgrenzungen, etwa bei den Aufgaben und Kompetenzen von Synode, Kirchgemeinden, Landeskirchen und Synodalrat, oder bei den Aufgaben, die dem Staat beziehungsweise der Kirche obliegen, aber vor allem ging es um ein intensiveres Zusammenarbeiten und das Nutzen von Synergien.

Neue Strukturen

Zugleich wurde auf Bereiche hingewiesen, wo die Strukturen der Landeskirche nicht im vollen Umfang den heutigen Bedürfnissen der Betroffenen oder der Pfarreien und Kirchgemeinden entsprechen. Diese Anliegen wurden aufgenommen und werden im Rahmen von «Perspektiven 2020» geprüft. Bei den Teilnehmenden war der Wille spürbar, die Strukturen, die aus der Zeit der Gründung der Berner Landeskirche 1989 stammen, einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Das Zeitprogramm sei ehrgeizig, erläuterte Synodalrätin Marie-Louise Beyeler. In den nächsten Wochen arbeiten die Arbeitsgruppen auf der Basis der am Starttag erarbeiteten Fragen weiter, so dass sie kommenden Sommer erste Resümees abliefern können. Im September will der Synodalrat erste Grundsatzentscheide fällen. Bis 2019 sollen die neuen Strukturen in der Synode abgesegnet sein, so dass sie 2020 umgesetzt werden können.